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Augen auf beim US-Import
15. Oktober 2019

Geht es um Oldies, geht es immer auch um Emotionen. Wenn da plötzlich der Traumwagen zum Greifen nah erscheint, kann der Kopf schon einmal ausschalten. Doch bei vermeintlichen Schnäppchen aus Übersee ist besondere Vorsicht geboten, denn bis das Fahrzeug auf unsere Straßen darf, können weitere Investitionen notwendig sein, die zur bösen Überraschung werden können. Die folgenden Aspekte sollten daher vor dem Kauf bedacht werden. Oder: Wir haben eine Übersicht zusammengestellt.

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Technischer Zustand

Fahrzeuge aus den USA sind häufig in einem schlechteren Zustand als auf den ersten Blick erkennbar. Manche wurden nicht fachkundig und regelmäßig gewartet, bei anderen wurden Reparaturen in schlechter Qualität ausgeführt. Zudem gibt es in vielen US-Staaten keine technische Überwachung. Eine gründliche Prüfung des technischen Zustandes ist daher unbedingt notwendig. Wer nicht selbst vor Ort sein kann, sollte einen Kfz-Sachverständigen beauftragen, der diese Aufgabe übernimmt.

 

Transport und Einfuhrzölle

Ist die Kaufentscheidung gefallen, geht es darum, das Schätzchen sicher auf heimischen Boden zu überführen.

In Deutschland gelten für Oldtimer klar definierte Voraussetzungen: Sie können mit einer Einfuhrumsatzsteuer von 7 % eingeführt werden. Zoll ist keiner fällig. Auf „normale“ Fahrzeuge, die unter 30 Jahre alt sind oder nicht den Voraussetzungen entsprechen – wie etwa stark modifizierte Fahrzeuge – werden 10 % Zoll und 19 % Einfuhrumsatzsteuer erhoben.

 

Bei Einfuhr in die Schweiz werde die Automobilsteuer in Höhe von 4 % des Kaufpreises, die Schweizer Umsatzsteuer (7,7 %) sowie eine Gewichtsabgabe in Höhe von 12.– bis 15.– CHF je 100 kg brutto (abhängig vom Hubraum und Gewicht des fahrbereiten Autos) erhoben. Fahrzeuge mit Ursprung in Staaten, mit denen ein Freihandelsabkommen besteht, oder aus Entwicklungsländern, können meist zollfrei eingeführt werden. Ob diese Zollpräferenz greift, sollte man prüfen lassen.

 

Österreich unterscheidet beim Import zwischen „normalen Kraftfahrzeugen“ und Oldtimern. Letztere werden vom Zoll und der Normverbrauchsanzeige befreit und werden nur mit der Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 13 % belegt. Der Nachweis über die Entrichtung des Einfuhrzolls, gleich in welches Land, ist aber zwingend notwendig.

 

Wer sich nicht gerne mit Papierkram und Behördengängen aufhält, der sollte die Importfirma auch damit beauftragen, die Zollmodalitäten zu regeln. Viele Unternehmen bieten diesen Service inzwischen an. Besonders bei großen Entfernungen und möglichen Sprachbarrieren kann die Unterstützung eines fachkundigen und vertrauenswürdigen Transportunternehmens das Prozedere deutlich erleichtern.

 

Dokumente

Für die Einfuhr sowie für die spätere Zulassung werden die Fahrzeug-Dokumente benötigt. Für US-Importe sind das der formal korrekte Kaufvertrag sowie der „Title“, der dem deutschen Fahrzeugbrief entspricht. Er dient als Bestätigung des Jahres der Erstzulassung und weist die Marke und die Fahrgestellnummer aus.

 

Umrüstung

Importierte Fahrzeuge müssen den Standards deutscher, österreichischer bzw. Schweizer Zulassungsbehörden entsprechen. Abhängig von Modell und Alter kann dies einen mehr oder weniger großen Aufwand und entsprechende Zusatzkosten bedeuten – sowohl für die Umrüstung selbst, aber auch für ggf. zu erstellende Gutachten. Nachrüstungen und Anpassungen können beispielsweise in Bezug auf Scheinwerfer, Warnblinkanlagen und Wegfahrsperren notwendig sein. Zwar ist es möglich, Ausnahmeregelungen zu beantragen, doch kann es passieren, dass Zeit- und Kostenaufwand sehr hoch sind. Welche Umrüstungsarbeiten notwendig sind, sollte man unbedingt vor dem Kauf überprüfen.

 

Zulassung

Sind Kauf, Transport und Umrüstung geglückt, steht als nächster entscheidender Schritt die Zulassung an. Importfahrzeuge aus den USA benötigen gemäß § 21 StVZO eine Vollabnahme, weil sie in der Regel keine Allgemeine Betriebserlaubnis besitzen, auch wenn beispielsweise das gleiche Modell in der deutschen Auslieferung bereits hier genehmigt wurde. Für die Schweiz und Österreich gelten ähnliche Regeln, was die Anforderungen für eine Zulassung betrifft.

Die Vollabnahme beinhaltet ein umfangreiches Gutachten, was im Gegensatz zum „Title“ die technischen Daten des Fahrzeugs umfassend beschreibt und die Angaben über die Verkehrssicherheit bestätigt. Dieses Gutachten wird bei der Zulassung als Grundlage zur Erteilung einer Einzelbetriebserlaubnis für das jeweilige Fahrzeug herangezogen.

 

Fazit

Der Kauf eines Oldtimers ist und bleibt eine emotionale Angelegenheit. Aber gerade, wenn man über den Import eines Fahrzeuges aus Übersee nachdenkt, sollte man sich umso mehr Zeit für eine kühle Berechnung nehmen und dabei die fachkundige Hilfe von Fachleuten auf diesem Gebiet zu Rate ziehen.

Die Ersparnis von einigen hundert oder tausend Euro klingen auf den ersten Blick verlockend. Aber wenn man die Kosten für einen Gutachter, für Transport und Einfuhrzölle, nötige Umbaumaßnahmen und die  Zulassung in Europa dazuzählt, wird aus dem vermeintlichen Schnäppchen schnell eine Kostenfalle. Wenn man aber wohlkalkuliert ein Auto aus einem sonnigen US-Staat importiert, kann man durchaus mit einer gewissen Ersparnis ein gut erhaltenes Auto erwerben.

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